Wir freuen uns von Euch zu hören:

Ein Beitrag des Evangelischen Kindergartens „Klostersternchen“ Cottbus

Woher unser Pfingstfest kommt

Das wichtigste Fest nach Ostern ist das Pfingstfest. Es wird immer 50 Tage nach Ostern gefeiert. Der fünfzigste Tag hieß in der alten Sprache der Griechen und später der Römer pentecoste. Daraus- du kannst es dir sicher schon denken- ist das Wort Pfingsten entstanden. Aber auch das israelitische Volk feierte schon ein Pfingstfest. Es war ein Erntedankfest, das sie am 50. Tag nach dem Beginn der Getreideernte feierten. Das war zu der Zeit, als Jesus lebte, auch so. Dann aber, 50 Tage nach seinem Tod und seiner Auferweckung, geschah etwas Außergewöhnliches. Wir würden heute sagen: eine Sensation!

Es war wieder Erntedank in der Stadt Jerusalem. Viele Menschen waren zum Fest gekommen. Du kennst das ja, wenn ein großes Fest in einer Stadt gefeiert wird. Dann sind die Straßen voller Menschen. So war es auch in Jerusalem: Juden, Araber, Ägypter, Römer und viele andere drängeln sich in den Straßen und Gassen. Die Freunde Jesu waren nicht darunter. Sie waren untergetaucht. Sie hielten sich in einem Haus versteckt, denn sie hatten große Angst, genau wie Jesus vorher gefangen genommen zu werden.

Da geschah es. In der Apostelgeschichte wird davon erzählt. Die Freunde Jesu hörten plötzlich in ihrem Versteck ein Brausen, wie bei einem heftigen Sturm. Das ganze Haus war voll davon. Und im gleichen Augenblick spürten sie alle eine Kraft in sich wie nie zu vor. Es brannte in ihrem Herzen. Da ahnten sie: Das ist eine Kraft, die muss von Gott sein, die brennt wie Feuer, die dreht alles um.

Die Panik, die Angst, die Feigheit, sie waren wie weggeblasen. Das Haus wurde ihnen zu eng. Sie mussten einfach hinaus. Sie hielten es sonst nicht mehr aus. Sie waren so voller Begeisterung, dass sie nicht anders konnten, als es hinauszuposaunen, was ihnen geschehen war. So stürmten sie auf die Straßen und fingen an zu reden: wie mit Feuerzungen heißt es in der Bibel.

Die Menschen der Stadt liefen aufgeregt zusammen: die Bauern und Hirten, die Händler und Geldwechsler, die Töpfer und Schuhmacher, die Kameltreiber und die römischen Soldaten, die Offiziere und die vornehmen Leute aus dem königlichen Palast, die Sklaven und die reichen Kaufleute, die Frauen und Kinder, die Weisen und Schriftgelehrten.

Sie alle konnten es nicht fassen: Ob sie Juden, Araber oder Römer waren, sie alle verstanden plötzlich, was die Freunde Jesu ihnen zuriefen: Es kommt nicht auf die Sprache an, die wir sprechen. Es kommt nicht auf das Volk an, zu dem wir gehören. Menschen die auf Jesus hören, sind einander nicht mehr fremd. Sie verstehen einander. Menschen, die zu Gott gehören, bleiben einander nicht Feind. Sie bemühen sich, aufeinander zuzugehen

Petrus hielt eine flammende Rede. Du kennst das, die Begeisterung, die jemand auslösen kann: ein Superstar, sagen wir heute. Vielleicht merkte Petrus, dass er kein Feigling mehr war. Er sagte den Menschen, dass er es eigentlich selbst noch nicht fassen könne, was geschehen sei. Er sagte: Gott hat uns den heiligen Geist geschenkt:

Das verwandelt uns, das macht uns mutig, das macht uns offen, das macht uns verständnisvoll, das macht uns fröhlich, das macht uns geduldig, das macht uns hilfsbereit, das macht uns rundherum lebendig.

Ungefähr dreitausend Menschen kamen an diesem neuen Pfingsttag zu Petrus, seinen Freunden und Freundinnen, um Genaueres über Jesus zu erfahren. Sie wollten wissen, was er gesagt und getan hat. Sie wollten auch zu den Anhängern Jesu gehören. Das war eine neue große Ernte am Tag des alten Erntedankfestes. Das Pfingstfest vor fast 2000 Jahren war nur ein Anfang. Es war der Anfang der christlichen Kirche.

Seit dieser Zeit feiern wir am 50. Tag nach Ostern das Pfingstfest. Noch vor einigen hundert Jahren wurde das Fest vier Tage lang gefeiert. Davon sind bis heute zwei Festtage übrig geblieben.

Sinnesübung

Macht ihr auch einen Pfingstspaziergang?

Dann geht doch einmal einige Minuten

stillschweigend durch Wald und Feld und

nehmt alles um euch herum wahr,

mit den Ohren, mit den Augen,

mit der Nase, mit den Händen.-

Dann tauscht ihr euch darüber aus,

was ihr alles wahrgenommen habt.

Da werdet ihr staunen.

Klostersternchen Tipp:
Wie wäre es denn  mit einem Pfingstpicknick  mit euer Familie im Wald oder  auf einer schönen Wiese?

 

 

Quellenangabe:
Bild: https://www.gartentipps.com/pfingstrosen-duengen-so-machen-sie-es-richtig.html

Foto: privat

Text: Hermine König: „Das große Jahresbuch für Kinder- Feste feiern und Bräuche neu entdecken“, Kösel-Verlag 1995, München

 

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